Manche Reisen beginnen am Flughafen und enden im Hotel.
Andere beginnen dort erst richtig.
Wir erinnern uns an eine Reise, die uns bis heute im Gedächtnis geblieben ist: Nach einem Einsatz in Afghanistan ging es zunächst zurück nach Frankfurt und dort ins Büro, dann weiter mit dem Zug nach Genf, anschließend mit dem Bus bis in die Altstadt. Die letzten paar hundert Meter führten über Kopfsteinpflaster zu einem alten Wohnhaus. Kein Aufzug, dafür eine schmale Holztreppe, auf der selbst ohne Gepäck kaum ein Mensch Platz hatte. Oben angekommen wartete ein kleines Apartment, in dem der geöffnete Hartschalenkoffer fast den halben Raum einnahm – auspacken sich bei einem kurzen Wochenende in unserer damaligen Fernbeziehung aber kaum lohnte.
In solchen Momenten wird deutlich, dass eine Reise selten nur aus glatten Flughafenböden, Rolltreppen und Hotel-Lobbys besteht.
Und genau dort entstand Jahre später die Idee zu Ben Nevis. Mehr über uns.
Viele Reisen, ein wiederkehrendes Problem
Bevor Ben Nevis gegründet wurde, waren Reisen ein fester Bestandteil unseres Lebens. Mehrere Jahre führten wir eine Fernbeziehung und waren beruflich international unterwegs. Unsere Wege führten uns durch Europa, Afrika und Asien – in Großstädte ebenso wie in Regionen, in denen Infrastruktur oft noch nicht so gut ausgebaut war. Jede Reise war anders.
Mal wartete am Ziel ein modernes Hotel, mal ein kleines Zimmer. Mal rollte das Gepäck mühelos über glatte Böden, mal musste es über Treppen, Schotterwege oder durch enge Gassen getragen werden.
Mit der Zeit fiel uns etwas auf.
Nicht ein zusätzliches T-Shirt oder ein anderes Paar Schuhe entschied darüber, wie entspannt eine Reise verlief. Den größten Unterschied machte fast immer das Gepäck.
Eine Tasche begleitet jede Etappe einer Reise – vom ersten Packen über den Weg zum Bahnhof bis zum letzten Tag vor der Heimreise. Funktioniert sie nur in einer dieser Situationen gut, wird sie unterwegs schnell zum Kompromiss.
Diese Erkenntnis begleitete uns über Jahre.
Aus einer persönlichen Entscheidung wurde Ben Nevis
Ben Nevis entstand nicht an einem einzigen Abend mit einer zündenden Idee. Es gab keinen Moment, in dem plötzlich alles feststand. Nach mehreren Jahren Fernbeziehung beschlossen wir, gemeinsam in Frankfurt zu leben. Dafür kündigte Uli seine Tätigkeit bei den Vereinten Nationen. Gleichzeitig wuchs nach verschiedenen beruflichen Stationen der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen.
Die vielen Reiseerfahrungen waren zu diesem Zeitpunkt noch sehr präsent. Immer wieder stellten wir uns dieselbe Frage:
Warum gibt es so viele Taschen, die für einen Teil einer Reise hervorragend funktionieren – aber nicht für die Reise als Ganzes?
Viele Produkte scheinen für den Idealfall entwickelt zu sein: glatte Flughafenböden, Rolltreppen und Aufzüge.
Unsere Realität sah oft anders aus.
Sie bestand aus Busbahnhöfen, Kopfsteinpflaster, schmalen Treppen, kleinen Unterkünften, wechselnden Verkehrsmitteln, zum Teil harten klimatischen Bedingungen mit viel Staub, Unmengen an Regen, Hitze und Kälte. Mehr über diese Reisen erfährst du in unserem Artikel „Von der Pariser Metro bis Uganda".
Genau dort entscheidet sich, ob Gepäck wirklich zur Reise passt.
Aus vielen Gesprächen, Überlegungen und eigenen Erfahrungen entwickelte sich schließlich die Idee zu Ben Nevis: mit dem Wunsch, Produkte zu entwickeln, die Menschen unterwegs Organisation abnehmen und ihnen mehr Flexibilität und Raum für das geben, worum es beim Reisen eigentlich geht.
Was für uns einfaches Reisen bedeutet
Viele Menschen verbinden einfaches Reisen damit, möglichst wenig einzupacken.
Für uns beginnt einfaches Reisen schon früher. Es beginnt bei der Frage, ob sich das Gepäck an die Reise anpasst – oder ob die Reise ständig Rücksicht auf das Gepäck nehmen muss. Eine gute Reisetasche muss nicht alles perfekt können, aber sie sollte möglichst viele unterschiedliche Situationen zuverlässig begleiten.
Sie sollte sich genauso selbstverständlich im Zug verstauen lassen wie im Kofferraum eines Mietwagens. Sie sollte auf dem Weg durch eine Altstadt ebenso funktionieren wie beim Umsteigen am Bahnhof. Und sie sollte Ordnung schaffen, ohne unterwegs zusätzlichen Aufwand zu verursachen.
Unser Anspruch war deshalb nie, möglichst viele Funktionen in einer Tasche unterzubringen.
Unser Anspruch war, jede Funktion zu hinterfragen:
Hilft sie unterwegs wirklich?
Wenn die Antwort nein lautete, hatte sie keinen Platz im Produkt.
Denn wir sind überzeugt:
Eine gute Reisetasche erkennt man nicht an der Anzahl ihrer Funktionen, sondern daran, dass man unterwegs möglichst wenig über sie nachdenken muss.
Von der Idee zum ersten Produkt
Aus dieser Überzeugung musste schließlich ein Produkt entstehen.
Dabei wurde schnell klar, wie viele kleine Entscheidungen darüber bestimmen, ob eine Tasche im Alltag wirklich funktioniert.
Wir überarbeiteten Materialien, um die Tasche widerstandsfähiger zu machen. Wir verbesserten die Polsterung der Griffe, damit sie sich auch voll beladen angenehmer tragen lässt. Gleichzeitig beschlossen wir, uns nicht nur auf gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen zu verlassen, sondern die breitest mögliche Palette an Materialtests durchzuführen, um unsere Produkte sicher zu machen.
Auch unsere Taschen entwickeln sich kontinuierlich weiter.
Was uns bis heute wichtig ist
Seit der Gründung hat sich vieles verändert.
Aus einer Idee ist eine Marke geworden, aus den ersten Entwürfen sind Produkte entstanden, die heute Menschen auf ganz unterschiedlichen Reisen begleiten. Eines hat sich jedoch nicht verändert: die Überzeugung, mit der wir Ben Nevis gegründet haben.
Wir möchten keine Produkte entwickeln, die auf dem Papier beeindrucken. Wir möchten Produkte entwickeln, die unterwegs funktionieren. Deshalb orientieren wir uns bis heute an einigen einfachen Grundsätzen.
Langlebigkeit statt schneller Trends
Eine Reisetasche begleitet ihren Besitzer oft über viele Jahre. Sie wird gezogen, getragen, verstaut und manchmal auch nicht besonders schonend behandelt.
Deshalb treffen wir Material- und Komponentenentscheidungen nicht danach, was gerade im Trend liegt, sondern danach, was sich im Alltag bewährt. Ein Beispiel dafür sind unsere YKK-Reißverschlüsse. Sie fallen kaum auf – leisten aber auf jeder Reise einen wichtigen Beitrag dazu, dass man sich auf sein Gepäck verlassen kann.
Funktion vor Ausstattung
Nicht jede zusätzliche Funktion verbessert automatisch eine Tasche.
Manche machen sie schwerer, komplizierter oder werden unterwegs nie genutzt. Deshalb stellen wir uns bis heute bei jeder Produktidee dieselbe Frage:
Löst sie ein echtes Problem auf Reisen?
Nur wenn die Antwort eindeutig „Ja“ lautet, gehört sie in unsere Produkte.
Weiterentwicklung statt Perfektion
Wir glauben nicht an das perfekte Produkt.
Reisen verändern sich. Menschen reisen unterschiedlich. Auch wir lernen mit jeder neuen Generation unserer Taschen dazu. So entstand beispielsweise unsere Horizon-Serie mit mehr Möglichkeiten zur Innenorganisation, für alle, die diese Funktionen schätzen und benötigen. Für uns ist Produktentwicklung kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess.
Gute Qualität sollte erreichbar sein
Wir sind überzeugt, dass langlebiges und funktionales Reisegepäck kein Luxusprodukt sein sollte. Deshalb streben wir an, hochwertige Materialien, durchdachte Funktionen und einen fairen Preis in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Gutes Gepäck sollte möglichst vielen Menschen das Reisen erleichtern.
Ehrlichkeit gehört für uns ebenfalls dazu
So vielseitig eine Reisetasche auch sein kann – sie wird nie jede Situation perfekt lösen.
Eine vollständig gepackte 80-Liter-Tasche kann für manche Menschen als Rucksack schlicht zu schwer sein. In solchen Situationen ist es oft sinnvoller, die Rollen zu nutzen oder sich bewusst für eine kleinere Größe zu entscheiden.
Unser Ziel ist nicht, dass möglichst viele Menschen irgendeine Ben-Nevis-Tasche kaufen. Wir möchten, dass sie die richtige Tasche für ihre Art zu reisen finden.
Wohin sich Ben Nevis entwickeln soll
Heute verstehen wir Ben Nevis nicht mehr nur als Hersteller von Reisetaschen. Unsere Vision ist größer. Wir möchten Schritt für Schritt eine Marke für intelligentes Unterwegssein aufbauen. Dazu gehören Reisegepäck und ausgewählte Reiseaccessoires, die Menschen dabei unterstützen, flexibler, organisierter und entspannter zu reisen.
Dabei möchten wir unserem ursprünglichen Gedanken treu bleiben.
Produkte sollten sich an Menschen und ihre Reisen anpassen – nicht umgekehrt.
Denn am Ende erinnern sich die wenigsten Menschen an ihre Reisetasche. Sie erinnern sich an Sonnenaufgänge in den Bergen, an Gespräche mit Einheimischen, an das kleine Café in einer unbekannten Stadt oder an den ersten Blick auf eine Landschaft, die sie nie vergessen werden.
Wenn unser Gepäck dazu beiträgt, dass unterwegs weniger Energie in Organisation und mehr Zeit in genau diese Momente fließt, dann haben wir unser Ziel erreicht.
„Ben Nevis bedeutet für mich, Menschen dabei zu helfen, den Kopf frei zu haben – für das Abenteuer und für die Orte und Menschen, denen sie unterwegs begegnen.“
FAQ
Warum wurde Ben Nevis gegründet?
Ben Nevis entstand aus vielen Jahren eigener Reiseerfahrung. Wir haben immer wieder erlebt, dass herkömmliches Gepäck oft nur zu einem Teil einer Reise passt. Daraus entstand der Wunsch, Reisegepäck zu entwickeln, das möglichst viele unterschiedliche Reisesituationen zuverlässig begleitet.
Wer hat Ben Nevis gegründet?
Ben Nevis wurde 2021 in Frankfurt von Uli gegründet. Die Idee entstand aus den Erfahrungen einer mehrjährigen internationalen Fernbeziehung und zahlreichen Reisen.
Woher kommt der Name Ben Nevis?
Der Name geht auf den höchsten Berg Schottlands zurück. Wandern und das Unterwegssein in der Natur haben uns schon lange begleitet. Der Name steht für Abenteuer, Bewegung und die Freude daran, neue Orte zu entdecken.
Was unterscheidet Ben Nevis von klassischen Reisetaschen?
Unser Ansatz ist nicht, möglichst viele Funktionen in einer Tasche unterzubringen. Stattdessen entwickeln wir Produkte, die sich möglichst unterschiedlichen Reisesituationen anpassen und dadurch den Alltag unterwegs einfacher machen.
Was ist die Mission von Ben Nevis?
Unsere Mission ist es, durchdachte Reiseprodukte zu entwickeln, die Menschen mehr Freiraum für das geben, worauf es beim Reisen wirklich ankommt: neue Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse.